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Der Projektperimeter, der Iselacher, ist zum Zeitpunkt des Studienauftrags eine freie Wiesenfläche mit wenigen Bäumen und einer Holzscheune. Neu sollen 5 Gebäude mit 45 Wohnungen, Jokerzimmern, Clusterwohnungen und mit Gewerbe- und Gemeinscahftsräumen für die Wohnbaugenossenschaft Iselacher entstehen. Ein dreigeschossiger breiter Baukörper mit einer Clusterwohnung im obersten Geschoss und mit Gemeinschafts- und Gewerberäumen ersetzt eine ältere Scheune und bildet die Adresse der Überbauung an der Usterstrasse. Im Norden der Parzelle bildet sich ein interessantes Ensemble aus drei schmalen vierstöckigen Wohnhäusern mit einer zentralen Erschliessung. Auf einem dritten Baufeld fügt sich ein langes schmales Gebäude in den Freiraum mit genügend Abstand zwischen die Nachbargebäude an der Poststrasse ein. Die fünf Gebäude beanspruchen einen minimalen Fussabdruck und integrieren sich flächenschonend in den baulichen Kontext. Die von der Parzellengrenze jeweils abgedrehten Häuser spannen einen grosszügigen Freiraum auf, der Rücksicht auf die angrenzenden Einfamilienhäuser und Gärten nimmt. Im inneren der Überbauung entsteht ein Siedlungshof, der grosse Aufenthalts- und Begegnungsqualitäten für die Bewohner bildet, ohne die angrenzenden Quartiere mit allfälligen Emissionen zu tangieren. Die grossen Freiräume lassen eine naturnahe Gestaltung und attraktive Orte für Aktivitäten und Begegnung zu. Ein primärer Weg führt quer durch das Grundstück und verbindet die Busstationen an der Usterstrasse mit dem zentralen Quartierplatz und der Poststrasse. Untergeordnetere Wege und Pfade knüpfen am Schulweg im Norden oder am Iselacherweg im Süden an und führen zu den Hauseingängen, Spielplätzen und Pflanzgärten. Die Wegführungen berücksichtigen die privaten Aussenräume und zeichnen natürliche Bewegungen nach. Unterschiedliche Höfe, welche durch jeweils eine namensgebende Baumart definiert werden, bilden differenzierte Orte mit unterschiedlicher Ausprägung, Stimmung und Nutzung. Zu den Parzellenrändern flacht die Vegetationshöhe sowie die Nutzungsdichte ab. Die neue Terrainmodellierung kommt auch, wie heute, ohne Mauern aus. Das Gelände wird möglichst sanft modelliert und umschmiegt die Gebäude. Die Wohnüberbauung Iselacher Bertschikon soll weitgehend in Holzbauweise erstellt werden. Die trockene Bauweise des Holzbaus erlaubt eine kurze Bau- und Montagezeit. Bei der Konstruktion der Gebäude sollen möglichst alle Bauteile so gefügt und verbaut werden, dass diese im Hinblick auf zukünftige Stoff- und Re-Use Kreisläufen möglichst auch wieder demontiert und weiterverwendet werden können. Lüftungsanlagen werden in einem bauteilgetrennten System in heruntergehängten Deckenpartien in der kleineren "dienenden Raumschicht" (Küchen, Nasszellen, Garderoben) und in gut zugänglichen Steigzonenschächten geführt. Die Schüttung im Bodenaufbau dient als Schallschutzmassnahme und Installationszone. Zusätzlich begünstigt dies eine Systemtrennung. Die Holzbauweise mit konsequenter Systemtrennung und ohne Verbundbauteile ist eine ideale Basis für eine nachhaltige Bauweise an das Gesamtbauwerk.

Leistungen

Studienauftrag, Konkurrenzverfahren

Bauherrschaft

Wohnbaugenossenschaft Iselacher

Subplaner

Daniel Fritschi Landschaftsarchitekt, Timbatec Holzbauing., Lunitec HLS-Ing., brauneroth Bauphysik, Mosimann Parnter El-Ing

Dauer

Entwurf 2021